KUNST & KULTUR

Das schönste Federkleid der Welt

„Der Pfau schreit häßlich, aber sein Geschrei erinnert mich ans himmlische Gefieder.
So ist mir auch sein Schreien nicht zuwider. Mit indischen Gänsen ist’s nicht gleicherlei; sie zu erdulden ist unmöglich: Die häßlichen sie schreien unerträglich.“
So dichtete Goethe über das Symbol für Eitelkeit schlechthin:

Der blaue Pfau mit seinem prachtvollen Gefieder, bereit mit dem Schlagen des berühmten Rades seiner Schwanzfedern die Pfauenweibchen schwach werden zu lassen, und jeden der halbwegs ein Auge für Schönheit hat damit zu beeindrucken, so sehr dass man ihm sogar sein schreckliches Geschrei verzeiht…
 …doch wehe man schaut ihm auf die Füße- da wird er böse, da er die damals gegen ein paar seiner Federn gegen die Füße des Hahnes getauscht hat da dieser so schöne Sporen hatte- der Hahn jedoch betrog den Pfau indem er ihm die Füße seines Vaters gab die nach der Mauser etwas grindig waren und darüber hinaus die Sporen nur noch lose befestigt, so dass der Pfau sie sofort verlor- als der Pfau den Betrug bemerkte und die Federn zurückverlangte wurde er von dem stolzen Hahn und den anderen Tieren jedoch nur verspottet und musste in Schimpf und Schande von dannen ziehen, was er bis heute nicht überwand- so jedenfalls eine Sage aus Malta.Nach Überlieferung aus dem Kalmückischen geht die Geschichte andersherum aus: so überredet dort der Pfau den Hahn ihm dessen prachtvolles Gefieder auszuleihen fest versprechend es am nächsten Tag wieder zurück zu bringen- mit dem Hinweis, sollte er sich nicht bis Sonnenaufgang eingefunden haben nach ihm zu rufen- dies morgens, mittags und abends- und er spätestens dem dritten Ruf folge leisten würde.
Nun, wir ahnen das Ende: Der Pfau- mit dem Federschmuck des Hahnes nun der schönste Vogel auf Erden- verschwand, und kam nie wieder zurück.
Der Hahn indes kräht noch heute dreimal am Tag nach dem Pfau um ihn mit seinem Gewand zurückzurufen…
Einem vietnamesischen Märchen zufolge verdankt er sein wunderschönes Federkleid übrigens dem Raben- so besorgten sich die beiden die zunächst ein schlicht weißes Federkleid besaßen viele Farbeimer mit sämtlichen Farben dieser Erde- und der Rabe begann dem Pfau die Muster aufzumalen.
Sobald dieser fertig war in all seiner Pracht war nun der Rabe an der Reihe- dieser wurde beim Anmalen jedoch hungrig und ungeduldig und drängte den Pfau sich zu beeilen- der Pfau selbst sah sich außerstande schneller zu malen, so dass der ungeduldige Rabe sich schließlich selbst in einen Farbeimer stürzte um die Sache abzukürzen- bedauerlicherweise erwischte er jedoch den schwarzen Eimer- und ist somit bis heute schwarz gefiedert.

 
Eine andere Geschichte wie der Pfau zu seinem Federkleid kam kommt aus der griechischen Mythologie:
So ließ die Gemahlin des Zeus (Hera) dessen in eine Kuh verwandelte Geliebte Io von dem Riesen Argus beobachten- von dessen 100 Augen immer nur ein Teil schlief, so dass er Io rund um die Uhr im Auge behalten konnte um zu verhindern dass sie sich mit Zeus vereinen konnte- schließlich ließ Zeus den Riesen Argus von seinem Götterboten Hermes töten- Hera übertrug die 100 Augen des Argus in das Pfauengewand…
 
Die sprichwörtliche Eitelkeit des Pfaus hält auch schon Leonardo daVinci in einer Fabel fest: Da verlässt eines Tages ein Bauer seinen Hof und kehrt nicht mehr wieder- alle Tiere darben, leiden Hunger und Durst, der Hahn hört auf zu krähen und alle suchen unbeweglich im Schatten eines Baumes Schutz um Kräfte zu sparen- nicht jedoch der Pfau:
Er erhebt sich mit letzter Kraft um sein Rad zu schlagen und in voller Pracht über den Hof zu stolzieren. Ein mageres kleines Hühnchen fragt seine Mutter warum der Pfau jeden Tag- selbst noch an jenem einen- ein Rad schlagen muss, worauf die Henne antwortet:

„Weil er ein Geck ist, Töchterchen. Und die Eitelkeit ist ein Laster, das man nur mit dem Tod bezahlen kann“
Damit zum ersten Accessoire- die eigene Eitelkeit unterstützend, hübscht doch der Pfauenaugenohrring jedes Ohr auf…

 
… und um denselben stilgerecht zu verstauen, bewahre man ihn in einem wunderschönen pfauenbeschmückten Schmuckkästchen auf, übrigens ein Geburtstagsgeschenk von einem sehr lieben Menschen, das mich letztendlich zu den hier vorgestellten Bildern & diesem kleinen Geplauer inspirierte:

 
Die Perlen in dem Kästchen werden übrigens im Zeitverreist- Blog von Rohmy vorgestellt…
Wie er seine Federn am Hals verlor überliefert ein Afrikanisches Märchen:
So stellten die Kinder der mit dem Pfau befreundeten Python fest dass das Blut des Pfaus sehr gut schmeckt nachdem sie einem Pfauenküken das sich verletzt hatte die Wunden geleckt hatten- die erwachsene Python wollte sich davon selbst überzeugen und lockte den Pfau mit List in ihr Maul hineinzuschauen um zu prüfen ob ihre Zähne noch da seien- der Pfau- der Pythonfreundin blind vertrauend steckte seinen Kopf bis zum Hals hinein, die Python schnappte zu und der Pfau konnte sich nur mit Mühe dem Maul wieder entziehen, wobei er aber seine Halsfedern ließ.

Wir sehen also- dem armen Pfau wurde wohl Fuß und Hals betreffend übel mitgespielt, seiner Schönheit und Eitelkeit hat dies jedoch keinen Abbruch getan- wir finden ihn nicht nur in unzähligen Mythen, Märchen und Legenden, auch in der Religion begegnet er uns, steht er doch bei den Christen für Auferstehung und wird auch in Indien als heiliges Tier verehrt; darüber hinaus finden wir ihn in der Heraldik und als Wappentier weit verbreitet.
Zu guter Letzt noch eine Duftlampe die einen Pfau zeigt und nicht nur dank der Tatsache dass sie recht hübsch anzuschauen ist sondern mit entsprechenden Essenzen befüllt auch in meinem Badezimmer für Entspannung sorgen oder sich im Arbeitszimmer konzentrationsfördernd auswirken kann:

Habt einen schönen Tag

Eure Rohmy

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