KUNST & KULTUR

Edelweiß (Schmuck & Legende)

Ihr wisst ja schon, dass ich Schmuck sammle… nicht nur Insekten (wenn auch ganz besonders diese), sondern auch hier und da florales und ganz besonders gerne Edelweiß-enthaltendes. Was gar nicht so leicht ist, da die meisten Schmuckstücke die man damit findet, völlig überkitschter Billig-Oktoberfest-Ramsch sind. Neulich fand ich aber einen hübschen Vintage-Anhänger mit einem winzigen Edelweiß auf einer Perlmuttfläche in einem kleinen Shop auf auf Dawanda:

All About Rohmy: Edelweiß Anhänger /// www.allaboutrohmy.com

…. und habe ein paar Fotos damit gemacht:

All About Rohmy : Edelweiß Anhänger /// www.allaboutrohmy.com

Und da wir jetzt schon beim Thema sind, teile ich noch eine kleine Geschichte über das Edelweiß mit euch: Für den Blog gekürzt, im Ganzen findet ihr sie in den „Dolomitensagen“ von K.F Wolff (die ich in einer antiquarischen Buchhandlung gefunden habe)

 

Es war einmal ein Königreich im südlichen Alpenland, dessen Bewohner, bis auf einen, sehr glücklich waren. Bei diesem einen handelte es sich um den Königssohn, den eine schmerzliche Sehnsucht trieb, doch nur einmal den Mond besuchen zu können. 
Als er sich eines Tages beim Jagen im Wald verirrte, legte er sich in einem mit Alpenrosen bewachsenen Tal zum Schlafen nieder und träumte davon, der Tochter des Mondkönigs zu begegnen und ihr einen Strauß dieser Alpenrosen zu schenken. 
Von diesem Traum beseelt pflückte er nach dem Aufwachen einen Strauß roter Alpenrosen, als er von einem hohen Schall unterbrochen wurde, der von einem in eine Wolke gehüllten Felsen herabzukommen schien. 
Der Prinz ging auf die Wolke zu und fand zwei alte Männer darin. Diese waren Mondbewohner, und so erzählte er ihnen von seinem brennenden Wunsch der Mondprinzessin zu begegnen.
Sie nahmen ihn mit auf den Mond und dort angekommen war alles was er sah weiß:
Die Gebäude, die Landschaft und vor allem die wunderschönen Blumen die den Boden bedeckten. In all dem Weiß leuchtete sein roter Alpenrosenstrauß umso auffälliger und schließlich wurde der Prinz zum zum König des Mondes geführt. 
Neben dem König stand des Königs Tochter in welcher der Prinz das Mädchen aus seinem Traum erkannte. Er schenkte ihr den Blumenstrauß und blieb fortan auf dem Mond.
Nachdem der Königssohn lange Zeit auf dem Mond gelebt hatte, spürte er jedoch wie die weiße Umgebung seinem Augenlicht schadete.
Da er befürchtete es zu verlieren, beschloss er zur Erde zurückzukehren und nahm die Mondprinzessin als seine Frau mit.
Diese brachte die schönen weißen Blumen, denen man den Namen „Edelweiß“ gab, vom Mond mit zur Erde. Die Blumen breiteten sich im Laufe der Zeit über die ganzen Alpen aus und blühen noch heute wie kleine Sterne auf den Felsen.

Leider erkrankte die Prinzessin, die sich nach ihrer weißen Heimat sehnte, mit der Zeit an der düsteren Umgebung und musste zurück auf den Mond. 
Nach der Trennung hatten beide so große Sehnsucht nacheinander, dass der Prinz das Zwergenvolk aufsuchte und dessen König um Hilfe bat. Dieser bot ihm an, die dunklen Felswände der Berge weiß zu machen wenn der Prinz im Gegenzug sein Zwergenvolk in dessen Reich leben lassen würde – und so geschah es:
Die Zwerge fingen das Mondlicht ein und webten ein Lichtnetz in das sie die Berge hüllten bis alle dunklen Flächen verschwunden waren und die Berggipfel hell strahlten.
Der Prinz holte seine Gemahlin wieder auf die Erde zurück, und beide lebten glücklich bis an ihr Ende.

 

 
Habt einen schönen Sonntag,
Eure Rohmy

1 Comment

  1. sehr schick 🙂
    es war mir eine ehre!
    liebste grüße saskia

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