HINTER DEN KULISSEN

Überlegungen zur Produktpräsentation

In einer der letzten Vogueausgaben wurde der treue Leser einmal mehr reichlich mit diversen kosmetischen & olfaktorischen Präsenten beglückt:

Dieses Mal waren die Parfümproben von Dior (Miss Dior) und Chanel (Chanel No 5) besonders aufwändig & somit derart auffallend präsentiert, dass es mir tatsächlich einen kleinen Eintrag hier wert ist:
Im Fall Chanel kommt die Probe nicht wie üblich schlicht in einem lediglich durch ein sich auf der Zeitschriftenseite befindlichen „Abziehpröbchen“ daher:

Die kostbaren Tropfen befinden sich liebevoll verpackt in einem schwarzen, mit „Chanel Paris“- Schriftzug versehenen, elegant & schlicht in schwarz-/ weiß gehaltenem Miniaturbriefumschlag, in dessen Inneren man schließlich ein zierliches Klappkärtchen mit der berühmten 5 auf der Vorderseite entdeckt, welches, sobald man es aufschlägt, den Duft in Form eines zu einem Fächer geschnittenen papiernen Innenlebens entfaltet:Dior trägt nicht minder auf mit einer dem Originalflakon nachempfundenen zweidimensional auf Papier gebrachten Variante, in deren Inneren man nach dem Aufblättern auf der linken Seite ein Foto der von Sofia Coppola entwickelten Kampagne entdeckt & auf der rechten Seite schließlich das das Parfum enthaltende Abziehblättchen: Ich kann nun nicht behaupten davon in einem Maße beeindruckt worden zu sein, dass ich in Zukunft nur noch diesen Düften frönen werde (ich bin nach wie vor Team BVLGARI und Chloé), zum Nachdenken hat es mich allerdings doch gebracht.

Nicht umsonst sind auch die Werbeanzeigen bestimmter Firmen in diversen Printmedien durch das beispielsweise sorgfältig gewählte Papier, das alleine haptisch bereits hervorsticht, besonders auffällig. Kartondicke, eventuell noch mit lackartiger Oberfläche und hervorgehobenen Lettern versehene Anzeigen fallen zwischen den übrigen Blättern  im oft unübersichtlichen Werbedschungel auf & vermitteln selbst weniger werbeanfälligen Individuen den Eindruck von einer hohen Wertigkeit des Produktes.

Genauso verhält es sich auch beim Shopping: Eine edle Tüte (man wagt kaum den Begriff „Tüte“ in diesem Zusammenhang überhaupt zu gebrauchen) von Gucci macht schon mehr her als eine… nun ja, ihr wisst was ich meine.
Somit beende ich nun auch die Werbung hier (ihr seht, es funktioniert!), widme mich wieder wichtigeren Dingen & überlege wie ich deren Strategien für meine Produkte einsetzen kann 😉

Habt einen schönen Tag,

Eure Rohmy

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Beliebte Artikel