HINTER DEN KULISSEN KUNST & KULTUR

Zeitverreist – ein paar Beispiele früherer Auftragsarbeiten

Keltengruppe Epona via allaboutrohmy.com

Ich hatte bereits vor längerer Zeit einmal versprochen, auch hier ein paar Bilder meiner Arbeiten, die nicht unter dem Label ROHMY Couture laufen, hochzuladen:

Wie manche von euch wissen, habe ich mir ja bereits einen Teil meines Studiums mit Aufträgen verdient, die damals allesamt im Bereich Historische Uniformen und Gewandungen zu verorten waren. Auch nach Studienabschluss waren diese Aufträge, und hier und da ein paar eher „klassische“ Brautkleider und Kostüme das, womit ich meinen Lebensunterhalt als selbstständige Modedesignerin verdiente.

An meiner eigenen Kollektion arbeitete ich zwar schon seit dem ersten Semester, und bot vereinzelte Kleider daraus auch bereits seit 2008 (!) im Netz an, allerdings mit eher mäßigem Erfolg (bleiben wir bei der Wahrheit: Mit absolut Null Erfolg, wenn es hochkam, verkaufte ich mal 2 Kleider im Jahr), daher konzentrierte ich mich bezüglich des Broterwerbs in erster Linie auf die Auftragsarbeiten.

Das änderte sich etwas, als ich 2010 an einer kleinen Messe in Offenbach teilnahm, und ab da regional ein wenig mehr Aufmerksamkeit für mein Label erhielt, der „Durchbruch“ kam aber erst Ende 2012:

Ich hatte in der Zwischenzeit aus meinen ersten Entwürfen eine Kollektion zusammengestellt , und postete diese auf einer Seite für junge Modelabels, einfach, um das mal gemacht zu haben. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass ich kurz darauf ein von Kaufanfragen überflutetes Emailpostfach hatte…
Der Grund: Ein paar Seiten mit sehr großer Reichweite hatten meine Kollektion entdeckt und für gut und innovativ genug befunden, sie auf ihren Magazinen und Social Media Seiten zu teilen, die Kollektion ging viral und ich fand mich plötzlich in unzähligen Blogs wieder.
Das ganze ohne „richtigen“ Shop und weder Facebook noch sonstwas, ich hatte lediglich ein altes Myspaceprofil 😉
Das Anlegen von Facebook & Co holte ich flugs nach und machte mich an die Arbeit: Ich hatte nämlich nicht nur Anfragen von Privatleuten sondern auch von einer Boutique in Singapur… doch das ist eine andere Geschichte.

Um es abzukürzen: Wenige Monate darauf eröffnete ich meinen Etsy-Shop und konnte bald von der eigenen Kollektion leben, ohne auf Auftragsarbeiten angewiesen zu sein. Letztere machte ich natürlich für meine damaligen Stammkunden trotzdem weiter, solange Bedarf bestand, da es mir zum einen großen Spaß machte, und zum anderen eine ganz andere Art von Herausforderung war: Während ich bei meinen eigenen Entwürfen völlig frei war, musste ich mich bei den historischen Arbeiten exakt an die entsprechenden Vorgaben halten, und konnte Techniken anwenden, die ich vor meinem Studium in meiner Ausbildung im traditionellen Maßschneiderhandwerk gelernt hatte. Netter Nebeneffekt meiner Ausbildung war nämlich, dass meine Meisterin sowohl Damen- als auch Herrenschneidermeisterin war, und ich daher, obwohl ich meinen Gesellenbrief als Damenmaßschneiderin machte, diese ganz speziellen Kniffe und Fertigungstechniken lernte, auf die es bei den Herrenschneidern ankam, und somit auch keine Probleme hatte, etwa Uniformen für Schwedenkönig Gustav Adolfs Offiziere zu nähen 😉

Schwedenuniform Dragoner 30jähriger Krieg via allaboutrohmy.com

Fotos habe ich damals leider noch nicht so viele gemacht und daher auf der Festplatte nur ein paar Bildern von Schwedenuniformen (die neben der Kinderzeche in Dinkelsbühl übrigens auch in einer Fernseh- Doku über den Dreißigjährigen Krieg zu sehen waren, HIER geht es zum Artikel) und von Kelten. Ausführlichere Infos dazu gibt es in meinem Zweitblog „Zeitverreist“!

Hier schließe ich nun mit ein paar weiteren Bildern von keltischen Gewandungen 🙂

Eure Rohmy

Keltengruppe Epona via allaboutrohmy.com

Keltengruppe Epona via allaboutrohmy.com

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