SPOTLIGHT

Tangerine Dream & noch ein Einhorn

 „Umgarne sie, umspinnne sie, mach sie zu Deiner Kreatur“
Legende (Film)

Es war einmal ein kleines Mädchen, das saß bei ihrer Mutter im Kompositionsunterricht und himmelte einen der Kursteilnehmer an. Dieser erwähnte eines Tages, dass er ein großer Liebhaber einer Gruppe namens „Tangerine Dream“ sei, und weil das Mädchen diesem jungen Mann imponieren wollte, behauptete sie schnell, dass das wohl auch ihre Lieblingsmusik sei, und erlog sich damit ein paar Minuten ungeteilter Aufmerksamkeit ihres Schwarmes.
Um aus dieser kleinen Lüge nachträglich eine Wahrheit zu machen, da sie unter fürchterlichen Gewissensbissen litt, machte sie sich auf in die nächstgelegene Kaufhausmusikabteilung, um sich diese Musik einmal anzuhören.
(Ich hoffe der liest das jetzt nicht und erinnert sich daran…)
Und verfiel tatsächlich in groooße Begeisterung.

Kommen wir damit also zu Teil Zwei des heutigen Themas:

Auch ein Film in dem ein Einhorn eine entscheidende Rolle spielt, allerdings kein Zeichentrickfilm, sondern eine Realverfilmung namens „Legende“ von einem meiner Lieblingssregisseure Ridley Scott, der u.a. auch für Black Rain, Blade Runner, Alien & Gladiator verantwortlich ist.
Die Zusammenfassung spare ich mir, die könnt ihr hier nachlesen, ich möchte den Fokus auf die gerade erwähnte Musik richten, denn für den Soundtrack sorgten eben erwähnten Tangerine Dream .
Tangerine Dream gelten neben Kraftwerk als Pioniere im Genre der elektronischen Musik mit dem großen Edgar Froese als einem der Gründungsmitglieder („der große E. Froese“ klingt nach einem Zauberer – ist wohl noch der Einfluss eines meiner letzten Posts zu eben diesem Thema)), die Musik selbst ist unglaublich vielseitig, behält jedoch, trotzdem immer aktuelle, gerade dem Zeitgeist oder „Trend“ entsprechende Elemente mit einfließen, durchgehend eine ganz eigene Athmosphäre, egal ob kurzes rockiges Stück oder 20 Minuten langer, sphärischer Klangteppich.

Unter Anderem werden Synthesizer der Moog, Korg und Prophetreihe eingesetzt, deren charakteristisches klangerzeugendes Soundpotential bis zum Letzten ausgereizt werden.

(Nicht, dass ich euch jetzt hier Vorträge über Synthesizer halten will und kann, dafür fragt ihr lieber Experten, aber ich werde nie ein früheres Bandprojekt vergessen, bei dem der Keyborder außer ihm selbst niemanden sein Korg- Heiligtum auch nur ansatzweise berühren ließ-darum fühle ich mich dazu verpflichtet, das jetzt alleine aus tiefstem Respekt ihm gegenüber hier noch mit zu erwähnen;)  )
Legende ist übrigens nicht der einzige Film bei dem Tangerine Dream für die musikalische Untermalung sorgten, so auch für weitere Filme, mir besonders im Gedächtnis geblieben ist noch „The Sorcerer“ als interessanter Film, der zwar weniger durch seine Geschichte, als dafür umso mehr durch Athmosphäre und Bilder sehenswert wird.
Außerdem sind zwei Titelsongs für den deutschen „Tatort“ mit Schimanski, nämlich die Episoden „Das Mädchen auf der Treppe“ und „Miriam“ verantwortlich, von ihnen, was ihnen auch im Mainstream Erfolg bescherte.
Aber heute geht es um Einhörner, also konzentrieren wir uns wieder auf Legende: In dem Fall ein eher athmosphärischer/ ruhiger Tangerine Dream- Sound, der in manchen Momenten für meinen persönlichen Geschmack ziemlich ins kitschig Poppige abrutscht, worüber aber, da das Gesamtwerk sehr gut und zum Film passend ist, hinweggesehen werden kann.
Zunächst das „Opening“ Thema:

Schön düster, das „Darkness“- Thema:

… und der Titelsong- übrigens von keinem geringeren gesungen als Jon Anderson.
Von der Gruppe Yes, falls jemandem der Name nichts sagen sollte. So schön einlullend, dass man sofort die Augen schließen will… um Bilder vor dem inneren Auge entstehen zu lassen, die einen in eine lichtdurchflutete David Hamilton– extremweichzeichnerverschleierte Parallelwelt entführen,  inklusive Zuckerwattewolkenlandschaften mit Wasserfällen, Blumen, viiieeel Vogelgezwitscher und Sternenstaub:


Und bevor ich jetzt anfange von rosa Glücksbärchis zu reden, mache ich Schluss für heute mit Legende, weise darauf hin, dass es nächstes Mal wieder Rohmy-eigene Bilder gibt, entlasse euch bis dahin mit mit „Moondog Connection“ noch ein wenig neuerer Musik von TD:

und beende die Klangreise mit einem Stück von der „Purgatorio“, dem zweiten Album nach „Inferno“ von Dante AlighierisDivina Comedia„- Interpretation von TD:

Ich gehe nun mit Einhörnern spielen und verarbeite Tuch zu Feenkleidern, gesponnen aus Einhornmähnenhaar das

so weich wie Löwenzahnflaum und so fein wie Federwolken ist.

😉

Habt ein schönes Wochenende,

Eure Rohmy

4 Comments

  1. Unfortunately i do not really understand any of the german written here but great movie and music!

  2. nice songs thanks for sharing!

    http://ectomorphmuscle.blogspot.com/ru

  3. Just contacting you to say that I’ve awarded you for the Stylish Blogger Award. Congratulations! If you want more info, don’t hesitate to contact me!

  4. Excellent post – loved the music 🙂

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