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Gedanken zum Blog und Ende der Sommerpause

… wobei Sommer“pause“ sich in diesem Fall lediglich auf den Blog bezieht, denn eine Pause im Sinne von Urlaub oder Nichtstun gab es nicht:
Ich habe einige Entwürfe der neuen „Eden“- Kollektion umgesetzt und fotografiert, ein paar Musterteile oft nachgefragter Entwürfe in Plus Size- Größen hergestellt (Fotos folgen), und natürlich an Kundenaufträgen gearbeitet.
Darüber hinaus habe ich mir Gedanken darüber gemacht wie ich den Blog zukünftig fortführen möchte, da mir ausgerechnet dieser Teil meiner Arbeit, in dem ja auch so viel Persönliches steckt(e), zunehmend schwerer fiel.
Während der letzten Monate, die sehr arbeitsintensiv und anstrengend waren spürte ich, dass ich dringend eine Veränderung brauche:

Mir war einfach die Luft dafür ausgegangen, mich in der spärlichen Freizeit noch auf meine ganz eigenen „Projekte“ zu konzentrieren, zu denen eben die persönlicheren Posts über Erlebnisse, Gedanken, Filmbesprechungen und Photos – auch mal außerhalb reiner Kollektionspräsentation – gehören, und beschloss daher das Posten auf meinem Blog und Tumblr für eine kleine Weile einzustellen.
Der Blog war nichtsdestotrotz präsent, denn nachdem mir in den letzten Monaten immer mal Kleinigkeiten auffielen die mich unzufrieden machten, überlegte ich was ich verbessern könnte, oder woran es lag, dass sich zwar durchaus Ideen und (über Jahre hinweg!) Bilder ansammelten, mir aber immer häufiger die Muße fehlte, diese umzusetzen, für einen Post aufzubereiten und öffentlich zu teilen.

Schließlich stellten mein Blog und auch meine Tumblr- oder Pinterestseite für mich, neben Posts über arbeitsbezogene Themen gleichzeitig eine Art Tagebuch, Rückzugsort, Inspirationsquelle dar.
Doch genau für diese Dinge brauche ich einen freien Kopf und innere Ruhe. Stattdessen jedoch war ich auf dem besten Wege diesen Blog in eine Art zweite Website zu verwandeln: Es wurden zwar professionell aufbereitete Bilderstrecken (vornehmlich anderer Fotografen) mit meinen Kleidern vorgestellt, aber eigene Persönlichkeit kam nur noch bedingt zum Ausdruck.

Letzteres machte allerdings ursprünglich einmal den entscheidenden Unterschied zwischen dem Blog und meiner statischen Website aus.

Mir wurde erst während der Pause richtig klar, inwieweit sich der Fokus in diesem Blog schleichend verschoben hatte, und wie sehr ich gleichzeitig die frühere Gewichtung mit mehr Tagebuchcharakter vermisste. Was nicht einmal daran lag, dass es mir etwa an Themen gemangelt hätte. Tatsächlich haben sich unzählige schöne oder auch mal ernstere Dinge angesammelt über die ich gerne berichtet hätte. Nur fühlte ich mich jedes Mal wenn es Zeit für ein neues Posting wurde irgendwie „verpflichtet“ erst einmal die Arbeiten der anderen zu publizieren, und am Ende fehlte dann schlicht die Zeit/ Muße für eigenes…

Und mit einem Mal fühlte sich der eigene Blog, mein ehemals kleines privates Wohnzimmer mit Blick ins Atelier zunehmend wie eine Galerie an, in der ich andere promotete, anstatt mich in erster Linie auf mich selbst und die Dinge die mich beschäftigen zu konzentrieren.

Das hört sich nun dramatischer an als es war, ich fühlte mich weder ernsthaft ausgebrannt noch überfordert oder „unglücklich“, freute mich jedes Mal wie verrückt wenn wieder ein Kleid fertig war das eine liebe Kundin glücklich machte, genauso wie ich mich über tolle neue Bilder anderer Künstler mit meinen Kleidern freute.

Aber: Ich erkannte ganz deutlich, dass ich an irgendeinem Punkt Veränderung vornehmen oder wenigstens mal pausieren muss. Um zu verhindern mich von meinem eigenen Blog-Konzept wie es zu Beginn mal angedacht war mit der Zeit immer weiter zu entfernen. Denn genau das hätte früher oder später in einem ausgewachsenen Frustzustand geendet.

Als Konsequenz dieser Erkenntnis überlegte ich also entweder den Blog einzustellen (schließlich landet ja ein Teil der Bilder ohnehin auf meiner Website oder Facebook), oder die Priorität wieder auf den Punkt zu lenken der einmal Anlass für diesen Blog war:

Eine Seite zu haben auf der ich mich auch mal ohne direkten Arbeitsbezug und ganz privat ausdrücken kann, ein Blick in meine Welt nicht nur in sondern auch neben der Arbeit, eine Ergänzung zur Website, keine Kopie derselben.
Die Atempause war also bitter nötig, und während ich mich in den vergangenen Wochen abgesehen von den Aufträgen und den erwähnten Projekten vor Allem auf etwas nüchternere Dinge wie Steuererklärung, Buchhaltung, kilometerweise Bänder flechten, Aquarien grundreinigen und ähnliche Dinge konzentriert habe, löste sich diese kleine Blockade plötzlich von selbst, ich erkannte den erwähnten Grund für die eigene Unzufriedenheit mit  der Entwicklung meines Blogs, und in dem kleinen hübschen Skizzenbuch das mir meine letzte Praktikantin geschenkt hatte, begannen sich ganze Listen neuer Ideen zu manifestieren, die ich jetzt kaum erwarten kann umzusetzen.

Dies zum inhaltlichen Teil, darüber hinaus wird es ein paar technische bzw. gestalterische Änderungen geben:

Ich werde die Kategorien neu überarbeiten um das ganze übersichtlicher zu gestalten. Darüber hinaus arbeite ich an einer Seite auf der ich ein paar Fragen und Antworten zu Themen, zu denen mich extrem oft Anfragen erreichen bereitstellen werde, um mir zukünftig in Punkto „Bearbeiten von Emails“ (hoffentlich) ein wenig Zeit einsparen zu können ;)
Diese Änderungen werden nach und nach während der nächsten Wochen und Monate umgesetzt, und ich bin selbst ganz gespannt in welche Richtung sich das ganze entwickeln wird.

Ich hoffe ihr hattet und habt alle einen schönen (Spät-) Sommer und wünsche euch einen schönen Abend :)

Eure Rohmy



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